Start/Hачало/Home
Impressum
Nationalhymne
 Bulgarienurlaube
Warum Bulgarien?
Urlaub 2001
Urlaub 2003
Urlaub 2004
Ausflüge 2004
1. Urlaub 2005
2. Urlaub 2005
Ausflüge 2005
Urlaub 2006
Ausflug 2006-1
2. Urlaub 2006
Ausflüge2006-2
Hotel Sun Palace
Urlaub 2007
Ausflüge 2007
Urlaub 2008
Urlaub 2008 Nr. 2
Ausflüge 2008
Ausflüge 2008 Nr. 2
Urlaub 2009
Ausflug 2009
Sun Palace 2009
Urlaub 2009 Nr. 2
Ausflüge 2009 Nr. 2
Urlaub 2010
Urlaub 2010 Nr. 2
Ausflüge 2010
Hotel Orel
November 2010
1. Urlaub 2011
Fremdenführer
Ausflug 2011
Meine Hotels
2. Urlaub 2011
Ausflüge 2011-2
Hotel Sun Palace - 2
Urlaub 2012
Bojidar
Treffen
Ausflüge
Hotel Sun Palace
Dorffest in Tankovo
2013
Pamporovo - Belogradschik
Gästebuch
Von anderen Autoren
DBG Leipzig e.V.
Bulgaren in Leipzig
Sehenswürdigeiten in BG
Links
Български
Национален химн
Моите почивки
Забележителности
Българи в Лайпциг
Книга за гости
English
National anthem
My holidays in Bulgaria
Sights
Visitors' book
Русский
Гостевая книга
Мои поездки
Test
 




Auch im Herbst habe ich meine Freunde wieder besucht. Wie Sie auf der Landkarte sehen können, liegt Kasanlak ziemlich genau mitten im Land. Vom Sonnenstrand aus fährt man mit dem Bus ca. 3,5 bis 4 Stunden. Ich bin allerdings nach Stara Zagora gefahren, wie es auch abgesprochen war. Dort holten mich meine Freunde vom Busbahnhof ab und wir fuhren weiter bis nach Kasanlak, das sind ca. 30 Km.

Das hatte folgenden Grund: Es handelt sich um zwei befreundete Familien, und die eine wohnt halt in Stara Zagora,die andere in Kasanlak.  Und da ich im Juni in Stara Zagora zu Besuch gewesen bin, machte jetzt die andere Familie ihre Rechte geltend. Und wir waren alle die ganze Zeit zusammen, tagsüber auf Tour, abends in Kasanlak, auch nachts. Beide Familien haben Schlafgelegenheiten für eine ganze Menge Leute.

Natürlich gab es zünftige bulgarische Speisen und Getränke, das war ja klar.



v.l.n.r.: Bojedar, Marianna, Radka und Stefan



Jetzt bin ich dabei



Am Abend kamen noch Pencho (links) und Stefans Tochter Antoinetta



Und Rosen nicht zu vergessen!



Durst hatten wir jedenfalls alle!



Unsere Ausflüge hatten alle mit der bulgarischen Geschichte zu tun, deswegen vorab ein paar Erläuterungen:

Bulgarien gehörte von 1396 bis 1878 als Provinz zum osmanischen Reich, es hatte seine Eigenständigkeit für fast 500 Jahre verloren. Natürlich gab es immer wieder Aufstände, die aber alle ohne Erfolg blieben, vor allem auch, weil sie lokal begrenzt und mehr spontan als organisiert erfolgten. Seit etwa 1760 kann man vom Beginn der staatlichen bulgarischen Wiedergeburt sprechen, es wuchs langsam ein neues Selbstbewusstsein, das die staatliche Unabhängigkeit anstrebte.

Drei Namen werden den Bulgaren wohl auf ewig unvergessen bleiben: Vasil Levski, Christo Botev und Ivan Vasov. Vasil Levski (1837 - 1873) konnte die Befreiung Bulgariens nicht mehr selbst erleben, hat aber unermüdlich dafür gekämpft. Als Mönch beschließt er, seinen Beruf aufzugeben und zieht fortan durch die Lande und gründet ein Netzwerk von Revolutionskomitees, um einen organisierten flächendeckenden Aufstand vorzubereiten. Dabei wird er schließlich von den Türken ergriffen und 1873 hingerichtet. 

Christo Botev (1848 - 1876) war nicht nur DER Nationaldichter Bulgariens, sondern auch Revolutionär. Wegen seiner anti-osmanischen Aktivitäten musste er nach Rumänien ins Exil gehen. Dort gab er unter anderem die Zeitungen "Wort der Bulgarischen Emigranten" und "Wecker" heraus. Zur Unterstützung des legendären Aprilaufstandes fuhr er im Mai 1876 mit einer Freischar über die Donau und betrat bulgarischen Boden. Er überschätzte allerdings das Ausmaß des Aufstandes und seine Schar wurde von den überlegenen türkischen Kräften aufgerieben. Botev fand dabei den Tod. Aufsehen erregte damals europaweit, dass er und seine Freischar den österreichisch-ungarischen Dampfer "Radetzky" kaperten und ihn als Transportmittel nach Bulgarien benutzten.

Iwan Vasov (1850 - 1921) wurde mit seinem Roman "Unter dem Joch" unsterblich. Es dürfte keinen Bulgaren geben, der von diesem Roman nicht mindestens schon gehört hat. In ihm beschreibt er Vorgeschichte, Verlauf und Scheitern des legendären Aprilaufstandes von 1876. Ebenso bekannt sind seine Novellen "Eine Bulgarin", "Großvater Jozo schaut" und "Kommt er?". Vasov nahm aktiv am Aufstand von Stara Zagora (1875) teil und bekleidete nach der Befreiung Bulgariens durch den russisch-türkischen Krieg (1877/78) hohe öffentliche Ämter.

Mein Wunsch war es, die Geburtshäuser dieser drei bulgarischen Helden zu besichtigen. Natürlich gab es noch andere bulgarische Freiheitskämpfer wie Hadschi Dimiter, Georgi Rakovski und Luben Karavelov. Aber es geht natürlich nicht alles auf einmal.








"Der, der im Kampf für die Freiheit fällt, er stirbt nicht." Dieser Satz aus Botevs Gedicht "Hadschi Dimiter" ist hier auf Botev selbst gemünzt.



"Freiheit oder Tod!"



Eine Statue Botevs neben seinem Geburtshaus in Kalofer



Botevs Mutter





Außer Botevs Geburtshaus befindet sich im Garten noch ein Museum:



Mit dieser Maschine druckte Botev im Exil seine Zeitungen



Ein Modell der Radetzky







Denkmal Botevs in Kalofer




In der Mitte im Hintergrund der höchste Berg des Balkangebirges, der "Botev" (2.376 m)



Vor dem Balkangebirge






In diesem Brief erklärt und begründert Levski seiner Mutter seinen Entschluss, Revolutionär zu werden.





Vor Levskis Geburtshaus





Levskis Waffen














Bücher Vasovs



"Unter dem Joch" auf Französisch und Deutsch






Diese Stadt ist aus zwei Gründen berühmt. Es gibt hier Befestigungsanlagen uns römischer und trakischer Zeit, ud es gibt hier das angeblich beste Mineralwasser Bulgariens. Etliche Spa-Hotels sind hier angesiedelt.








Hier kann man das Mineralwasser kostenlos zapfen. Manche machen dies kanisterweise.








Der zweite Tag führte uns über den Schipkapass in das Museumsdorf Bojenzi und in die Stadt Trjavna mit ihrer malerischen Altstadt.






Der Schipkapass spielte eine entscheidende Rolle im russisch-türkischen Krieg. Eine Zeitlang verteidigten nur etwa 5.000 Russen und Bulgaren den Pass gegen ca. 30.000 Türken. Wegen Munitionsmangels konnten sie zeitweise nur mit Steinen und Leichenteilen auf die Türken "feuern". Jedes Jahr wird auf diesem Pass der Nationalfeiertag der bulgarischen Befreiung, der 3. März, gefeiert.




Auffahrt zum Denkmal





Dank an die russischen Soldaten und an Zar Alexander II.





Nach getaner Arbeit...





Dann fuhren wir weiter in das Museumsdorf Bojenzi. Hier besichtigten wir die Häuser aus der Wiedergeburtszeit.






In einem Restaurant in Bojenzi





Die Sagengestalt Baba Jaga






Zum Abschluss unseres Ausflugen fuhren wir nach Trjavna und besichtigten dort die malerische Altstadt mit ihren Häusern aus der Wiedergeburtszeit. 















Nach einem weiteren netten Abend bei meinen Freunden bin ich am nächsten Morgen mit dem Bus zum Sonnenstrand gefahren. Dort ging der "normale" Urlaub weiter.






 
Top